Kunstobjekte

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Auswahl, Standardwerte, Risikomanagement: Kunst ist auch eine Anlageform. Für Investoren gelten hier allerdings besondere Regeln. Der Kunstkompass des manager magazins gibt Orientierung.

Rendite

 

Frischezuschlag: Wertentwicklung von Gemälden nach Epochen, in Prozent

Wer glaubt, mit Kunstinvestments 10 bis 15 Prozent Plus pro Jahr erzielen zu können, hat keine Ahnung. Das ist das Forschungsergebnis von Roman Kräussl, Ökonom an der Universität Luxembourg. Gemälde aller Stilrichtungen und Epochen brachten zwischen 1972 und 2010 im Schnitt eine Rendite von 6,5 Prozent - vor Kosten. Bei einer Auktion wird für den Käufer aber ein Aufgeld von bis zu 25 Prozent fällig. "Deshalb muss ich ein Kunstwerk fünf Jahre behalten, bevor ich überhaupt wieder bei null bin", sagt Kräussl.

Mit Kunst der Nachkriegszeit und Gegenwart lassen sich höhere Renditen erzielen als mit Werken anderer Epochen, in dem von Kräussl untersuchten Zeitraum lag der durchschnittliche jährliche Zuwachs bei 8,4 Prozent brutto. Wenn also Kunst als Geldanlage - "dann spekulativ Postwar and Contemporary", rät der Finanzökonom. In einem Vermögensdepot mit Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Immobilien ist es laut Portfoliotheorie sinnvoll, 3 bis 5 Prozent des Kapitals in Werke aus diesen Epochen zu investieren.

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Presseartikel,

Superreiche Sammler katapultieren die Preise für Nachkriegsavantgarde und zeitgenössische Kunst in eine neue Umlaufbahn. Hedgefondsmanager und Industrietycoons wetteifern bei den Auktionen um einzigartige Wertanlagen - und um das ultimative Statussymbol.

New York - Mehr als 300 Besucher sind zur Auktion von Nachkriegs- und Gegenwartskunst in das New Yorker Christie's-Gebäude an der Rockefeller Plaza gekommen. Es ist Viertel nach sieben am Abend des 12. November 2013, als Auktionator Jussi Pylkkänen, ein Finne mit grauem Haar und violetter Krawatte, die Kanzel aus dunklem Holz besteigt und beginnt, auf das Publikum einzureden wie ein Prediger. Bei den ersten Werken geht es schnell, Pylkkänen lässt bei einstelligen, maximal niedrig zweistelligen Millionenbeträgen den Hammer aufs Holz knallen.

Dann ruft Pylkkänen Los 8 A auf, "ein prachtvolles Triptychon des Lucian Freud von Francis Bacon". Wie jeder im Saal weiß, ist es der Höhepunkt, nicht nur dieses Abends, sondern der gesamten Herbstsaison: drei Ansichten des für seine Gemälde und Zeugerqualitäten bestaunten Malers Freud (er soll bis zu 40 Kinder haben), von seinem Freund Francis Bacon gestaltet, in der faszinierenden und etwas beängstigenden Weise, mit der dieser auch die Bilder von Päpsten, Einbrechern oder ehemaligen Liebhabern verfremdet hat.

"Ein wundervolles Ding, hier ist es!", ruft Pylkkänen. "80 Millionen Dollar, 85, 90." Innerhalb einer Minute erreicht das Bild die 100-Millionen-Marke, geboten von einem Herrn, vorn links im Saal. Mehrere Anwesende, darunter Großgalerist Larry Gagosian, steigern mit, zudem einige unsichtbare Konkurrenten am Telefon. Der Herr vorn links hebt bei 110 Millionen Dollar nochmals das runde weiße Schild mit der Bieternummer 262. So geht es weiter, bis ein junger Christie's-Mitarbeiter am Telefon das Gebot von 125 Millionen Dollar durchgibt. Doch der Herr im Saal gibt sich nicht geschlagen und hebt erneut sein Bieterschild. "126, der Gentleman ist zurück", ruft Pylkkänen und beugt sich mit vorgestrecktem rechten Arm weit über seine Kanzel, als wollte er dem Mann gratulieren. "Thank you, Sir! 126 Million."

 

Pylkkänen wartet ein Weilchen, kostet den "historischen Moment" aus. Denn von nun an ist "Der Schrei" des norwegischen Malers Edvard Munch, versteigert 2012 bei Sotheby's für 120 Millionen Dollar, nicht mehr das teuerste Bild der Welt.

In dem Moment hebt sein Kollege am Telefon die Hand. "Twenty-seven", ruft Pylkkänen und wiegt versonnen den Kopf nach rechts. Gelächter im Saal. Dann der Knall des Hammers. "Ladies and Gentlemen - verkauft für 127 Millionen Dollar!" Dazu kommen 12 Prozent Aufgeld, macht 142 Millionen Dollar.

Später an diesem Abend wird Pylkkänen noch einen Gerhard Richter aus der Sammlung Eric Claptons versteigern, für 21 Millionen Dollar, und das Bild einer Colaflasche von Andy Warhol für 57 Millionen Dollar. Die Losnummer zwölf, ein drei Meter hoher Luftballon-Hund aus poliertem Stahl von Jeff Koons, setzt mit 58 Millionen Dollar einen neuen Rekord für das teuerste Werk eines lebenden Künstlers. Insgesamt bringt die Auktion 691,6 Millionen Dollar ein, so viel wie nie.

Die Rekordjagd zeigt: Der Markt für Spitzenkunst, erschaffen nach 1945, sprengt derzeit alle Grenzen. Vor allem in Werke von Bluechip-Künstlern wie Warhol, Bacon und Richter wird enorm viel Geld investiert. Der nicht nachlassende Ausstellungsreigen und die Meldungen über neue Preisexplosionen schüren die Nachfrage weiter.

Die Begeisterung für Nachkriegsgenies und lebende Großkünstler hat auch die deutschen Sammler erfasst. "Wir verzeichnen einen großen Zuwachs neuer Käufer, die ihren Sammelschwerpunkt von impressionistischer zu zeitgenössischer Kunst verlagern", sagt Herrad Schorn, Spezialistin für zeitgenössische Kunst bei Christie's in Düsseldorf.

http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/kunstkompass-2014-die-einflussreichsten-kuenstler-a-967854.html

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